- Wolfgang Kaus

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VOLKSTHEATER FRANKFURT - LIESEL CHRIST
Wolfgang Kaus

Von 1976 bis Ende 2007 war er der Künstlerische Leiter des Volkstheater Frankfurt –
Liesel Christ -. Er hat ca. 140 Stücke inszeniert, davon 130 am Volkstheater -.
Er war Schauspieler am Schauspielhaus in Düsseldorf, am Thalia-Theater in Hamburg, an der Kleinen Komödie in München, am Fritz Rémond Theater in Frankfurt, am Contrakreistheater in Bonn, am Schloßtheater Celle. Er hat mitgewirkt in ca 60 Fernsehproduktionen, u.a. ”Tatort”, ”Fall für Zwei”.Die Idee von Liesel Christ ein ”literarisches Volkstheater” zu machen entsprach seinen eigenen Vorstellungen und er konnte dies in persönlichster Weise mitgestalten. Seine Übertragungen und Bearbeitungen von Klassikern wie Shakespeare, Moliere, Goldoni trugen entscheidend zum Erfolg des Theaters bei. Dadurch ist es gelungen breite Bevölkerungsschichten zu erschließen. Er konnte mit dazu beitragen, daß dem heimischen Dialekt erfolgreich eine Plattform gegeben wurde. Mit Goethe und Stoltze fühlt er sich ganz besonders verbunden, was man in seinen Rezitationsprogrammen, die er allein und auch mit Kollegen, wie Hans Zürn, erfolgreich darbietet. Es sei hier nur an die ”STOLTZE-REVUE” zum 1848er-Jahr erinnert. Er fühlt sich, wie Liesel Christ, der Tradition der Stadt verpflichtet und es ist ihm gelungen, mit einem ”volksbezogenen” Theater die Akzeptanz des Publikums zu gewinnen. Der vielfältige und bunte Spielplan, der von alten Frankfurter Stücken von Stoltze und Malß, bis zu den erwähnten Klassikern reicht, wird von dem Frankfurter Publikum, auch nach dem Tode von Liesel Christ, mit Begeisterung angenommen.
Er kommt sehr gerne nach Hause, deswegen fährt er so oft er kann in die weite Welt, denn nur wer wegfährt, kann nach Hause kommen, das hat schon Rilke gesagt. Das Goethejahr 1999 machte er für die Stadt und das Theater mit seinen Inszenierungen von ”Götz von Berlichingen” und dem ”Urfaust” mit Ralf Bauer vor dem Frankfurter Dom zum Ereignis. ”Unsere kleine Stadt” von Thornton Wilder wurde genauso erfolgreich gespielt, wie“Die lustigen Weiber von Windsor” mit Heinz W.Krähkamp als “Falstaff, eine hessisch-aktualisierte Fassung vom “Revisor” wurde ebenfalls ein Erfolg, wie “Die Feuerzangenbowle”, die über 100 Aufführungen erlebte, wie “Don Camillo und Peppone”, “Die drei von der Tankstelle” , “Der zerbrochne Krug” mit H.W,.Krähkamp als Dorfrichter Adam, “Romeo und Julia” von Shakespeare mit  Ralf Bauer als Romeo im Sommer 2002 . “Die Preussen kommen”” mit Margit Sponheimer , “Der Diener zweier Herren” von Goldoni als Freilichtauführung und “Der verkaufte Großvater” mit Dieter Henkel , “Don Camillo und seine Herde” mit Hans Zürn setzten die Erfolgsreihe des Theaters fort.

Im Sommer 2005 hatte das Volkstheater mit seiner Inszenierung von “Anatevka” mit Tony Marshall in der Rolle des Milchmanns Tevje den größten Erfolg seiner Geschichte und die Rolle des Tevje mit Tony Marshall zu besetzen war ein voller Erfolg für Tony Marshall und das Theater. Danach “Zum goldenen Anker” von Marcel Pagnol und im Mozartjahr 2006 inszenierte Wolfgang Kaus nach 18 Jahren noch einmal “Dem Figaro sei Hochzeit” mit der Musik von Mozart gespielt vom Liesel Christ-Quartett in seiner eigenen Bearbeitung des Stückes von Beaumarchais. Im Herbst 2006 wird die Neuinszenierung vom “Weißen Rößl” ein großer Erfolg, Sibylle Nicolai spielte die “Wirtin”. Die FAZ am Sonntag lobte diese Aufführung “als künstlerisch gereifter, metaphorisch belobigter und buchstäblich durchlebten Traum”.

Im April 2007 inszenierte er zum dritten Mal das Erfolgsstück “Schweisch, Bub” von Fitzgerald Kusz in seiner neuen hessischen Bearbeitung mit Margit Sponheimer als “Tante Anna” und Walter Flamme als “Onkel Willi”. Die FAZ schrieb “von einer makellosen Inszenierung”. Im Sommer 2007 brachte das Volkstheater zum ersten Mal ein Stück von Johann N. Nestroy “Der Zerrissene” in seiner Bearbeitung als Freillichtaufführung im Dominikanerkloster heraus. Zum ersten Mal wurde Nestroy in einer hessischen Fassung gebracht.

Ende des Jahres 2007 beendet er auf eigenen Wunsch seine Tätigkeit am Volkstheater Frankfurt – Liesel Christ. Er geht nach 33 Jahren und nach 130 Inszenierungen dankbar und zufrieden. Es war für ihn eine wunderbare Zeit und vor allem ist er der Theatergründerin Liesel Christ unendlich dankbar, die früher als er selbst seine Fähigkeiten erkannte.
Er konnte eine Entwicklung nehmen, die sich mit den Interessen des Theaters und den eigenen verband. Er steht nach wie vor dem Volkstheater mit Rat und Tat zur Verfügung

Im September 2007 hat das Volkstheater in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk das legendäre Kultstück “Dinner for One” in Wolfgang Kaus’ Inszenierung und hessischer Fassung mit Margit Sponheimer als “Fräulein Sophie” und Walter Flamme als “Diener Johann” für den Sylvesterabend 2007 im Hessischen Fernsehen aufgezeichnet.
Er verabschiedet sich offiziell am 18.12.2007 um 19.00 mit einem “Weihnachtsabend im Volkstheater”. Ralf Bauer(Urfaust, Romeo), Tony Marshall(Anatevka) hat er zum erfolgreichen Theaterspielen gebracht, Margit Sponheimer, Heinz Schenk, Lia Wöhr, Sybille Nicolai , Dieter Henkel, Heinz W. Krähkamp u.a. waren bekannte Gäste.

 
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